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Effektive Wissensbeschaffung: Die Kunst der systematischen Literaturrecherche

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Veröffentlicht am 2023-04-27 von Anton Bock.  Aktualisiert am 2024-04-10.

Die Lesezeit dieses Artikels beträgt ca. Minuten.

Die systematische Literaturrecherche ist ein unverzichtbarer Bestandteil der wissenschaftlichen Arbeit. Sie ermöglicht es, vorhandenes Wissen zu identifizieren, zu bewerten und zu nutzen, um neue Erkenntnisse zu gewinnen. In diesem Artikel geht es um die Grundlagen der systematischen Literaturrecherche sowie um Tipps und Tricks, wie man eine effektive Suche durchführen kann.

Eine systematische Literaturrecherche – Was genau ist das?

Eine systematische Literaturrecherche ist eine Methode, um gezielt nach wissenschaftlichen Informationen zu suchen. Dabei geht es darum, alle relevanten Quellen zu identifizieren, die zu einem bestimmten Forschungsthema oder einer Fragestellung existieren. Im Gegensatz zur herkömmlichen Literaturrecherche, die oft unstrukturiert und unvollständig ist, verfolgt die systematische Literaturrecherche einen strengen und transparenten Prozess.

Die systematische Literaturrecherche beginnt mit der Formulierung einer Fragestellung oder eines Forschungsthemas. Anschließend werden Suchbegriffe und -strategien entwickelt, um gezielt nach einschlägigen Publikationen in verschiedenen Datenbanken und anderen Quellen zu suchen. Die Suchergebnisse werden systematisch ausgewertet, indem Titel, Zusammenfassungen und Volltexte gesichtet und nach vorher festgelegten Kriterien ausgewählt oder ausgeschlossen werden.

Durch diese systematische Vorgehensweise soll gewährleistet werden, dass keine relevanten Quellen übersehen werden und dass die ausgewählten Quellen eine möglichst hohe Qualität und Aussagekraft aufweisen. Eine systematische Literaturrecherche bildet daher die Grundlage für eine evidenzbasierte Forschung und ist ein wichtiger Schritt bei der Erstellung von Abschlussarbeiten, wissenschaftlichen Artikeln oder Forschungsberichten.

Gibt es auch eine unsystematische Literaturrecherche?

Im Gegensatz zur systematischen Literaturrecherche, welche qualitativ sehr hochwertig ist, gibt es auch die unsystematische Literaturrecherche, die oft auch als „Schneeballsystem“ bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um eine Methode, bei der man sich von einer Quelle zur nächsten hangelt, indem man in den Referenzlisten von bereits gefundenen Publikationen nach weiteren relevanten Quellen sucht.

Diese Methode kann schnell und unkompliziert sein, da sie keine umfangreichen Suchstrategien oder Kriterien erfordert. Allerdings besteht hierbei die Gefahr, dass relevante Quellen übersehen werden oder dass eine unvollständige und verzerrte Darstellung des Forschungsstands entsteht. Außerdem kann die unsystematische Literaturrecherche dazu führen, dass veraltete oder irreführende Quellen in die Arbeit aufgenommen werden.

Daher ist es empfehlenswert, auch bei der unsystematischen Literaturrecherche gewisse Kriterien zu beachten und die gefundenen Quellen kritisch zu hinterfragen. Eine Kombination aus systematischer und unsystematischer Literaturrecherche kann sinnvoll sein, um möglichst umfassende und aussagekräftige Ergebnisse zu erzielen.

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Empfehlungen für die systematische Literaturrecherche

Bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche sollten bestimmte Empfehlungen beachtet werden, um eine möglichst objektive und aussagekräftige Analyse zu gewährleisten. Dazu gehört beispielsweise eine genaue Definition der Fragestellung und der Ein- und Ausschlusskriterien, eine transparente Dokumentation der Durchführung und Auswahl der Quellen sowie eine kritische Bewertung der gefundenen Literatur.

Es empfiehlt sich außerdem, mehrere Datenbanken und Suchmaschinen zu nutzen, um eine möglichst umfassende Suche durchzuführen. Auch eine manuelle Suche in Bibliographien und Referenzlisten kann hilfreich sein, um weitere relevante Quellen zu identifizieren.
Zudem sollte bei der Bewertung der Quellen auf eine hohe Qualität geachtet werden. Hierbei können beispielsweise standardisierte Bewertungsinstrumente wie die Cochrane Risk of Bias Tool oder die GRADE-Methode zum Einsatz kommen.

Im Allgemeinen sollten bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche die gängigen Standards und Richtlinien der jeweiligen Fachgesellschaften und -verbände berücksichtigt werden, um eine möglichst valide und aussagekräftige Analyse zu gewährleisten.

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Die systematische Literaturrecherche in 5 Schritten

Die systematische Literaturrecherche lässt sich in fünf grundlegende Schritte unterteilen, die dabei helfen, relevante Quellen, wie Lehrbücher oder wichtige Tabellem zu identifizieren und zu bewerten.

1. Suchbegriffe bestimmen

Der erste Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche besteht darin, die Suchbegriffe zu bestimmen. Hierbei geht es darum, geeignete Schlagwörter, Synonyme und Varianten zu finden, die das Forschungsthema oder die Fragestellung möglichst genau und umfassend beschreiben.

Eine Möglichkeit, um geeignete Suchbegriffe zu finden, ist eine Mindmap oder ein Brainstorming. Hierbei werden alle Begriffe und Konzepte notiert, die mit dem Forschungsthema in Zusammenhang stehen könnten. Anschließend können diese Begriffe in Synonyme oder verwandte Begriffe umgewandelt werden, um eine größere Bandbreite an möglichen Suchergebnissen zu erhalten.

Es ist auch sinnvoll, bereits vorhandene Literatur zu sichten und relevante Begriffe und Schlagwörter zu notieren. Dabei können auch Thesauri und Datenbanken, wie z.B. PubMed oder PsycINFO, helfen, um geeignete Suchbegriffe zu finden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Bestimmung der Suchbegriffe ist die Berücksichtigung von möglichen Ausschlusskriterien. Hierbei handelt es sich um Begriffe, die nicht mit dem Forschungsthema oder der Fragestellung in Verbindung stehen oder die irrelevant oder von minderer Qualität sind.

Die Bestimmung geeigneter Suchbegriffe ein entscheidender Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche. Nur mit einer genauen und umfassenden Auswahl an Suchbegriffen ist es möglich, relevante Bücher zu finden und eine aussagekräftige Forschungsarbeit zu erstellen.

2. Literatursuche durchführen

Der zweite Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche besteht darin, die Literatursuche durchzuführen. Hierbei geht es darum, die zuvor definierten Suchbegriffe in verschiedenen Datenbanken und anderen Informationsquellen zu verwenden, um relevante Studien, Artikel, Lehrbücher und andere Quellen zu finden.

Auf verschiedene Datenbanken und Suchmaschinen, die bei der Literatursuche genutzt werden können, wie die bereits vorhin erwähnten oder beispielsweise Google Scholar oder Web of Science. Diese bieten verschiedene Möglichkeiten, um die Suche zu verfeinern, wie zum Beispiel die Eingrenzung nach Publikationsjahr, Publikationstyp oder Sprache.

Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass keine einzelne Datenbank oder Suchmaschine alle relevanten Quellen abdeckt. Daher ist es sinnvoll, mehrere Quellen zu nutzen und auch manuell nach Quellen zu suchen, beispielsweise indem man sich die Referenzlisten bereits gefundenen Artikeln ansieht.

Zudem ist es ratsam, eine Dokumentationsstrategie zu entwickeln, um die gefundenen Quellen zu organisieren und den Überblick zu behalten. Hierbei können beispielsweise spezielle Software-Programme, wie EndNote oder Citavi, helfen.

3. Suchergebnisse überfliegen

Der dritte Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche besteht darin, die Suchergebnisse zu überfliegen. Hierbei geht es darum, die gefundenen Quellen grob zu sichten und zu bewerten, um zu entscheiden, welche Quellen für die weitere Analyse relevant sind.

Zu Beginn kann es hilfreich sein, die Suchergebnisse nach Relevanz zu sortieren und die Titel und Zusammenfassungen der Artikel zu scannen, um eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, welche Artikel für die Forschungsfrage relevant sind. Dabei sollten insbesondere die Titel und Zusammenfassungen auf die Einhaltung der Ein- und Ausschlusskriterien geprüft werden.

Es ist wichtig zu beachten, dass eine grobe Sichtung der Suchergebnisse keine abschließende Bewertung der Relevanz einer Quelle darstellt. Vielmehr geht es darum, eine erste Einschätzung zu treffen und die Liste der Quellen für die weitere Analyse einzugrenzen.

Zudem ist es sinnvoll, bereits vorhandene Literatur und Referenzen zu sichten, um weitere relevante Quellen zu finden und mögliche Lücken in der Suche zu schließen.

4. Literaturauswahl vornehmen

Nachdem die Suchergebnisse grob gesichtet und bewertet wurden, geht es im vierten Schritt der systematischen Literaturrecherche darum, die Literaturauswahl vorzunehmen. Hierbei werden die potenziell relevanten Quellen genauer geprüft und anhand der vorab definierten Ein- und Ausschlusskriterien bewertet.

Die Ein- und Ausschlusskriterien sind im Vorfeld der Suche definiert worden und dienen dazu, die relevanten von den irrelevanten Quellen zu unterscheiden. Diese Kriterien können sich beispielsweise auf das Forschungsdesign, die Studienpopulation, die Art der Intervention oder die Ergebnisparameter beziehen.

Die Literaturauswahl sollte systematisch und transparent durchgeführt werden, um eine möglichst objektive Entscheidung zu treffen. Hierbei können beispielsweise unabhängige Prüfer eingesetzt werden, die die Quellen unabhängig voneinander bewerten und diskutieren.

Es ist wichtig zu beachten, dass die Literaturauswahl eine kritische Phase der systematischen Literaturrecherche darstellt und daher besondere Sorgfalt erfordert. Eine fehlerhafte Auswahl von Quellen kann zu einer Verzerrung der Ergebnisse führen und somit die Aussagekraft der Forschungsarbeit beeinträchtigen.

Die Literaturauswahl ist ein wichtiger Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche, da er dazu beiträgt, die relevanten Quellen für die Analyse zu identifizieren und unerwünschte Verzerrungen zu minimieren.

5. Dokumentation anfertigen

Im letzten Schritt der systematischen Literaturrecherche geht es darum, die Dokumentation anzufertigen. Hierbei wird die Durchführung der Literaturrecherche und die Auswahl der Quellen dokumentiert und transparent dargestellt.

Die Dokumentation beinhaltet typischerweise eine Übersicht über die eingesetzten Suchbegriffe und Datenbanken, die Anzahl der identifizierten und ausgeschlossenen Quellen sowie eine Beschreibung der Ein- und Ausschlusskriterien. Auch die genaue Auswahl der Quellen sowie die Gründe für deren Auswahl sollten ausführlich dokumentiert werden.

Eine transparente Dokumentation ermöglicht es anderen Forschern, die Durchführung und Ergebnisse der Literaturrecherche nachzuvollziehen und gegebenenfalls zu überprüfen. Auch bei der Erstellung von systematischen Reviews oder Meta-Analysen ist eine klare Dokumentation der Literaturrecherche von großer Bedeutung.

Es ist daher ratsam, die Dokumentation bereits während der Durchführung der Literaturrecherche fortlaufend anzufertigen und zu aktualisieren. Dadurch kann eine vollständige und genaue Dokumentation sichergestellt werden.

Insgesamt ist die Anfertigung einer Dokumentation ein wichtiger Schritt bei der Durchführung einer systematischen Literaturrecherche, um die Transparenz und Reproduzierbarkeit der Forschungsarbeit zu gewährleisten und anderen Forschern die Möglichkeit zu geben, die Ergebnisse nachzuvollziehen.

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    Anton Ulrich Bock - Autorenmanager und Ghostwriter bei Studemy Telefon: +493046690294 E-Mail: [email protected]

    Häufig gestellt Fragen

    Welche Arten von Literaturrecherche gibt es?

    Es gibt verschiedene Arten von Literaturrecherche, darunter die unsystematische Literaturrecherche (auch „Schneeballsystem“ genannt) und die systematische Literaturrecherche. Während die unsystematische Literaturrecherche eher unstrukturiert und zufällig vorgeht, folgt die systematische Literaturrecherche einem vordefinierten Protokoll und nutzt spezifische Suchstrategien, um eine umfassende und objektive Analyse der vorhandenen Literatur zu gewährleisten.

    Warum systematische Literaturrecherche?

    Eine systematische Literaturrecherche hat mehrere Vorteile. Sie ermöglicht eine umfassende und objektive Analyse der vorhandenen Literatur, minimiert das Risiko von Verzerrungen und Fehlinterpretationen und erhöht die Validität und Aussagekraft der Ergebnisse. Zudem ermöglicht eine transparente Dokumentation der Durchführung und Auswahl der Quellen anderen Forschern, die Ergebnisse nachzuvollziehen und gegebenenfalls zu überprüfen.

    Was macht eine systematische Literaturübersicht aus?

    Eine systematische Literaturübersicht ist eine umfassende Zusammenstellung und Analyse der vorhandenen Literatur zu einem bestimmten Thema, die nach einem vordefinierten Protokoll und spezifischen Suchstrategien durchgeführt wurde. Sie folgt einem strengen methodischen Rahmen und bezieht sich nur auf Studien mit hoher Qualität und Relevanz für die Fragestellung. Eine systematische Literaturübersicht hat daher eine hohe Validität und Aussagekraft und wird häufig als Grundlage für Entscheidungen in der Gesundheitsversorgung oder für die Entwicklung von Leitlinien verwendet.

    Wie beschreibe ich die Methode Literaturrecherche?

    Um die Methode der Literaturrecherche zu beschreiben, sollten die spezifischen Schritte und Methoden dargelegt werden, die zur Durchführung einer systematischen Suche nach relevanten Quellen genutzt wurden. Dazu gehört beispielsweise die Definition der Fragestellung und Ein- und Ausschlusskriterien, die Identifikation von geeigneten Datenbanken und Suchmaschinen, die Anwendung spezifischer Suchbegriffe und -strategien, die Überprüfung der gefundenen Literatur auf ihre Qualität und Relevanz sowie die Dokumentation des gesamten Prozesses. Eine transparente Beschreibung der Methode ist wichtig, um die Nachvollziehbarkeit und Validität der Ergebnisse zu gewährleisten.

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    Wenn Sie diese Quelle zitieren möchten, können Sie das Zitat kopieren und einfügen, um automatisch einen Link zur Quelle hinzuzufügen: Bock, A. (2023, 27. April). Effektive Wissensbeschaffung: Die Kunst der systematischen Literaturrecherche. Studemy. Abgerufen am 27. April 2023, von https://studemy.de/kunst-der-systematischen-literaturrecherche/
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